US-Wissenschaftler haben untersucht, ob der Zeitraum, in dem Menschen täglich essen, Einfluss auf ihre Lebenserwartung hat. Grundlage war eine Langzeitstudie mit Daten von über 33.000 Erwachsenen, die im Durchschnitt acht Jahre lang begleitet wurden. Erfasst wurde jeweils die Zeitspanne zwischen der ersten und letzten Mahlzeit.
Die Ergebnisse zeigen ein klares Muster: Wer über 11 bis 12 Stunden verteilt aß, hatte das geringste Sterberisiko. Deutlich kürzere Essenszeiten von acht Stunden oder weniger gingen mit einem über 30 Prozent höheren Risiko einher, vor allem bei älteren Erwachsenen und Männern. Auch sehr lange Zeiträume von 15 Stunden oder mehr waren ungünstig, besonders im Hinblick auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Studie ist eine Beobachtungsstudie. Sie beschreibt Zusammenhänge, kann aber nicht beweisen, dass die Länge des Essensfensters die Ursache für eine längere oder kürzere Lebenszeit ist. Dennoch deuten die Daten darauf hin, dass sowohl zu kurze als auch zu lange Essensfenster schaden können.
💡 Was kannst Du daraus für Dich mitnehmen?
In der Longevity-Community gibt es eine große Diskussion darüber, welches das korrekte Zeitfenster zum Essen ist. Ein moderates Essensfenster von 11 bis 12 Stunden täglich scheint vorteilhaft für die Gesundheit zu sein. Starte Deinen Tag nicht zu spät mit dem Frühstück, iss abends nicht zu spät und vermeide ständiges Snacken über viele Stunden. Eine feste Struktur hilft, ohne extremes Hungern oder Daueressen durch den Tag zu kommen.
📰 Zum Artikel in Zeitschrift Aging Cell: