📺 Longevity Influencer Dr. Brad Stanfield | Kapsel oder Hoffnung: Was große Studien wirklich über Omega 3 und Herzinfarkte verraten

Longevity Influencer Dr. Brad Stanfield berichtet, dass Studien zu Omega 3 und Herzgesundheit in den vergangenen Jahren eher ernüchternd waren. Eine Untersuchung von 2012 mit Menschen mit Typ-2-Diabetes und hohem Herzrisiko sowie die STRENGTH-Studie von 2020 mit über 13.000 Hochrisiko-Patienten unter Statinen fanden keinen Vorteil von 1 Gramm Omega 3 am Tag bei Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Hoffnung machte 2018 die VITAL-Studie mit über 25.000 Teilnehmenden: Dort hatten Menschen mit 1 Gramm Omega 3 täglich ein um 28 Prozent geringeres Herzinfarktrisiko. Eine Auswertung mehrerer Studien durch die Mayo Clinic ergab insgesamt etwa 13 Prozent weniger Herzinfarkte und 35 Prozent weniger tödliche Herzinfarkte unter Omega 3, ließ aber viele Fragen zu optimaler Dosis, Präparat und Risiken offen.

Vor diesem Hintergrund untersuchten Wissenschaftler nun eine besonders gefährdete Gruppe: Menschen mit Nierenversagen, die an der Dialyse hängen. Weltweit betrifft das rund 3 Millionen Menschen, von denen 40 bis 50 Prozent an Herzproblemen sterben. Medikamente, die sonst gut helfen, wie Statine oder bestimmte Herztabletten, senkten bei Dialysepatienten die Sterblichkeit bisher nicht. In der neuen Studie wurden an 26 Zentren in Kanada und Australien etwas über 200 Dialysepatienten über dreieinhalb Jahre beobachtet. Eine Gruppe erhielt täglich 4 Gramm Omega 3, die andere ein Placebo aus Maisöl. Das Ergebnis war überraschend deutlich: Schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall und herzbedingte Todesfälle traten in der Omega-3-Gruppe um 43 Prozent seltener auf, herzbedingte Todesfälle allein waren um 45 Prozent reduziert, Schlaganfälle sogar um 63 Prozent.

Die Studie deutet darauf hin, dass Omega 3 in sehr hoch gefährdeten Gruppen einen großen Zusatznutzen haben kann, möglicherweise stärker als viele Standardmedikamente. Gleichzeitig sprechen andere Daten dafür, dass die Wirkung von der Dosis abhängt und dass mit steigender Dosis auch das Risiko für Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) zunimmt, vor allem über 1 Gramm pro Tag. Dr. Brad Standfield selbst entscheidet sich deshalb für eine moderatere tägliche Dosis von 1 Gramm und betont, dass Nutzen und Risiken je nach Person und Vorerkrankungen unterschiedlich ausfallen können.

💡 Was kannst Du daraus für Dich mitnehmen?

Omega 3 ist weder Wundermittel noch Flop, sondern vermutlich ein Baustein im Herzschutz, vor allem bei hohem Risiko. Nahrung bleibt die Basis und sollte im Alltag im Vordergrund stehen. Iss regelmäßig fetten Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele sowie Nüsse und Samen, statt Dich nur auf Kapseln zu verlassen. Wenn Du über eine Nahrungsergänzung mit Omega 3 nachdenkst, sprich mit Deinem Arzt, insbesondere wenn Du Herzrhythmusstörungen hast oder mehrere Medikamente nimmst. Hohe Dosierungen von mehreren Gramm pro Tag sind nach aktuellem Stand eher Menschen mit sehr hohem Risiko vorbehalten, etwa Dialysepatienten wie in der Studie. Für viele andere kann eine niedrigere Dosis, kombiniert mit bewährten Maßnahmen wie Blutdruckkontrolle, Nichtrauchen, Bewegung und guter Ernährung, ein sinnvollerer Weg sein.

📺 Zum YouTube Video von Dr. Brad Stanfield:

https://www.youtube.com/watch?v=H8zUZOIZ7oY

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