đź§  Aus der Psychologie | Zwischen SelbstfĂĽrsorge und Selbstdruck: Warum Social Media Nutzung belasten kann

Wissenschaftler aus einem internationalen Team haben in einer länderübergreifenden Querschnittsstudie untersucht, wie die Nutzung sozialer Medien und Dating Apps mit dem Körperbild junger Erwachsener zusammenhängt. Befragt wurden 5.933 Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren aus Australien, Belgien, Kanada, China, Italien, Japan, Spanien und den USA. Das Durchschnittsalter lag bei rund 21,5 Jahren und knapp 68 % der Teilnehmenden waren Frauen.

Die Ergebnisse zeigen, dass mehr Zeit in sozialen Medien mit mehr Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper zusammenhing. Die Teilnehmenden schätzten ihren Körper oft weniger wert und verglichen ihr Aussehen häufiger mit anderen. Gleichzeitig war bei ihnen der Wunsch stärker, besonders schlank, definiert oder muskulös zu wirken. Auch mehr Zeit auf Dating Apps hing teilweise mit einem ungünstigeren Körperbild zusammen, vor allem mit einer geringeren Wertschätzung für den eigenen Körper und einem stärkeren Wunsch nach mehr Muskeln. Diese Zusammenhänge waren insgesamt eher klein, zeigten sich aber in mehreren Bereichen.

Ein belastetes Körperbild kann den Blick auf Gesundheit verschieben, weg von Wohlbefinden und langfristig guten Gewohnheiten, hin zu Aussehen, Selbstkritik und Druck. Das kann es schwerer machen, einen freundlichen und nachhaltigen Umgang mit Bewegung, Ernährung und dem eigenen Körper zu entwickeln. Bei Männern war der Zusammenhang mit dem Wunsch nach mehr Muskulatur stärker. Zwischen den acht Ländern zeigten sich dagegen nur wenige Unterschiede.

Die Studie zeigt nur Zusammenhänge und keinen Ursache-Wirkung-Beziehung. Sie belegt also nicht, dass soziale Medien oder Dating Apps das Körperbild direkt verschlechtern. Außerdem wurde nur die Nutzungsdauer erfasst und nicht die Art der Inhalte.

đź’ˇ Was kannst Du daraus fĂĽr Dich mitnehmen?

Wenn Du Dich nach sozialen Medien oder Dating Apps häufiger vergleichst oder kritischer auf Deinen Körper schaust, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Für ein gesundes Älterwerden ist es meist hilfreicher, den Fokus auf Kraft, Energie, Schlaf und Erholung zu legen statt auf Ideale von Schlankheit oder Perfektion. Wähle Inhalte bewusster aus, plane Pausen ein und folge eher Accounts, die Gesundheit realistisch und alltagsnah zeigen.

đź“° Zum Artikel im British Journal of Health Psychology:

https://bpspsychub.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bjhp.70067

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