Stefanie Stahl beobachtet, dass sich viele junge Menschen dauerhaft erschöpft fühlen, obwohl sie gesund sind, einen guten Beruf haben und sozial aktiv sind. Eine mögliche Ursache sieht sie darin, dass sich das Leben zunehmend wie eine endlose Aufgabenliste anfühlt. Beruf, Beziehungen und selbst die Freizeit werden ständig bewertet. Viele fragen sich, ob sie genug aus sich machen, die richtige Entscheidung treffen und ihre Zeit sinnvoll nutzen.
Die große Auswahl an Lebenswegen und die ständigen Vergleiche in sozialen Medien erzeugen nicht nur Freiheit, sondern auch Druck. Wer sich permanent bewertet und optimieren möchte, gerät in psychologischen Dauerstress. Die Folgen können Müdigkeit, Reizbarkeit und das Gefühl sein, emotional abzustumpfen.
💡 Was kannst Du daraus für Dich mitnehmen?
Du musst nicht jede Entscheidung für Dein ganzes Leben treffen. Frage Dich lieber, was für die nächsten ein bis zwei Jahre zu Dir passt. Plane Zeiten ohne soziale Medien und Vergleiche ein und erlaube Dir Pausen, die keinem bestimmten Zweck dienen. Du darfst unfertig sein, Dich ausruhen und auch einmal nichts leisten. Sprich außerdem freundlich mit Dir selbst. Erschöpfung ist nicht automatisch ein Zeichen von Schwäche, sondern kann darauf hinweisen, dass Du zu lange versucht hast, allen Ansprüchen gerecht zu werden.
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