Der Arzt und Longevity Influencer Dr. Brad Stanfield spricht in seinem Podcast einmalig über seine mentale Gesundheit, weil er momentan besonders viele dunklen Gedanken hat. Sie begannen erstmal im zweiten Uni Jahr, obwohl nach außen vieles gut wirkte. Er hatte Freunde, trieb Sport und kam im Alltag gut zurecht. Die dunklen Gedanken wurden so intensiv, dass er damals einen konkreten Plan hatte, sich das Leben zu nehmen. Kurz bevor er ihn umsetzte, vertraute er sich einem Freund an. Dieser reagierte sehr unterstützend und empfahl Therapie. Nach einem einzigen Termin nahm Stanfield zwei Dinge mit. Reden allein werde die Gedanken bei ihm nicht stoppen, aber ein Tagebuch zu schreiben, half ihm sehr. Er praktizierte das 18 Monate lang, um seine Gedankenmuster besser zu verstehen.
Sein zentraler Schlüssel ist Akzeptanz. Er geht davon aus, dass die Gedanken nie ganz verschwinden werden. Entscheidend sei daher nicht das Innenleben, sondern die Handlungen. Ihm hilft es, bewusst Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel für Patienten, Familie, Kinder, Freunde und seine Community. Je stärker er in verlässliche Rollen und Routinen eingebunden ist, desto leiser werden die Gedanken. Selbstzweifel nutzt er als Antrieb, um früh aufzustehen, zu arbeiten und sich mit jeder erledigten Aufgabe eine Beweissammlung gegen die innere Kritik aufzubauen. Bewegung spielt dabei eine ähnliche Rolle. Training fühlt sich für ihn an wie ein aktiver Gegenbeweis für seinen inneren Kritiker. Gleichzeitig nimmt er sich den Druck, dauerhaft glücklich sein zu müssen. So kann er echte Glücksmomente bewusster wahrnehmen.
💡 Was kannst Du daraus für Dich mitnehmen?
Wenn Dich belastende Gedanken überrollen, kann es helfen, Dich einer vertrauten Person zu öffnen, so wie Dr. Stanfield es bei seinem Freund getan hat. Ein einfaches Tagebuch kann Klarheit schaffen, indem Du festhältst, was negative Gedanken auslöst und welche Schritte Dir guttun. Richte den Fokus auf kleine, konkrete Handlungen im Alltag und schließe eine Aufgabe ab und integriere regelmäßige Bewegung. So entsteht nach und nach eine Beweissammlung für den persönlichen Wert, die Selbstzweifel relativiert. Nimm Dir außerdem den Druck, Dich immer gut fühlen zu müssen. Manchmal reicht es aus, den nächsten sinnvollen Schritt zu gehen. Bei anhaltenden negativen Gedanken sprich unbedingt mit Deinem Hausarzt oder Deiner Hausärztin oder wende Dich an eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten. Wenn Du Dich in einer akuten Krise befindest, ruf bitte sofort die 112 an oder wende Dich an die nächste psychiatrische Notaufnahme.
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