Arzt Thiemo Osterhaus ist der Meinung, dass das übliche kleine oder große Blutbild für Prävention und Leistungsoptimierung oft nicht weit genug geht. Sein Hauptpunkt ist, dass viele Menschen nach einer Standardkontrolle hören, alles sei in Ordnung, obwohl wichtige Werte für Stoffwechsel, Herzgesundheit, Nährstoffe oder Hormone gar nicht gemessen wurden. Außerdem zeigen normale Laborbereiche nicht automatisch, was für die persönliche Gesundheit optimal ist.
Für 2026 empfiehlt er deshalb drei präventive Blutprotokolle, gestaffelt nach Budget. Die Budgetvariante für rund 197 Euro umfasst aus seiner Sicht bereits die wichtigsten Grundlagen: ein kleines Blutbild, Schilddrüsenwerte, Ferritin zusammen mit CRP zur Einordnung des Eisenspeichers, Blutfette, Lipoprotein(a) als Marker für das persönliche Herzkreislaufrisiko, Langzeitblutzucker, Vitamin D, aktives Vitamin B12 und den Omega 3 Index. Sein Kernargument ist, dass man damit deutlich mehr sinnvolle Informationen bekommt als mit einem klassischen Standardcheck.
Die Premiumvariante für rund 368 Euro erweitert das Ganze um ein großes Blutbild, ein breiteres Stoffwechselprofil mit Leber und Nierenwerten, Cystatin C zusätzlich zu Kreatinin, ApoB für die genauere Einordnung ungünstiger Blutfette, weitere Mineralstoffe und Vitamine sowie Homocystein und Coenzym Q10. Die Luxusvariante für rund 551 Euro ergänzt weitere Spurenelemente, den HOMA Index für frühe Probleme im Zuckerstoffwechsel sowie Sexualhormone und weitere Spezialwerte. Wichtig ist ihm dabei, dass solche Panels keine individuelle Abklärung ersetzen. Sie sind als allgemeine Vorsorge gedacht und sollten immer zusammen mit Beschwerden, Vorgeschichte und Lebensstil betrachtet werden.
💡 Was kannst Du daraus für Dich mitnehmen?
Wenn Du Deine Gesundheit nicht nur auf Krankheiten, sondern auch auf Vorsorge ausrichten willst, kann es sinnvoll sein, gezielter auf Blutwerte zu schauen als nur auf das Standardblutbild. Besonders relevant erscheinen in Osterhaus Darstellung Werte zu Schilddrüse, Eisenspeicher, Blutfetten, Blutzucker und ausgewählten Nährstoffen. Gleichzeitig gilt: Mehr zu messen ist nicht automatisch besser. Sinnvoll ist ein stufenweises Vorgehen, passend zu Budget, Zielen und persönlicher Situation.
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