Dr. Brad Stanfield beschreibt im aktuellen Video, wie stark Salz den Blutdruck beeinflussen kann. Als Einstieg erzählt er von einer Patientin aus dem Jahr 1942, deren extrem hoher Blutdruck sich nach einer sehr salzarmen Ernährung deutlich besserte. Daraus entwickelte sich über Jahrzehnte eine breite Forschungslinie, die immer wieder in dieselbe Richtung zeigte. Weniger Natrium geht meist mit niedrigerem Blutdruck und einem geringeren Risiko für Herzprobleme einher.
Verwirrung entstand später durch eine viel diskutierte große Beobachtungsstudie, die den Eindruck erweckte, sehr wenig Natrium könne ebenfalls schaden. Das hätte bedeutet, dass es eine Art optimalen Mittelbereich gibt. Laut Stanfield bringt eine neue große Gesamtauswertung der bisherigen Forschung nun mehr Klarheit. Eine niedrige Natriumzufuhr war mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Todesfälle und die Gesamtsterblichkeit verbunden. Ein erhöhtes Risiko bei niedriger Zufuhr zeigte sich dabei nicht. Ganz so einfach ist es aber trotzdem nicht, denn die Reaktion auf Salz scheint sich je nach Bevölkerungsgruppe zu unterscheiden. Nicht jeder Mensch reagiert also gleich empfindlich.
Praktisch wichtig ist vor allem, dass das meiste Salz laut Stanfield nicht aus dem Salzstreuer kommt, sondern aus verarbeiteten und verpackten Lebensmitteln. Gleichzeitig kann eine kaliumreichere Ernährung helfen, den Blutdruck zu senken. Als günstige Quellen nennt er grünes Blattgemüse, Bohnen, Linsen und Bananen.
💡 Was kannst Du daraus für Dich mitnehmen?
Für die meisten Menschen lohnt es sich, Salz nicht zu unterschätzen. Der einfachste Hebel ist oft, weniger stark verarbeitete Lebensmittel zu essen, denn dort steckt meist besonders viel Natrium drin. Sinnvoll ist außerdem, öfter kaliumreiche Lebensmittel zu essen. Wer Blutdruckprobleme hat, kann schon mit kleinen Änderungen im Alltag viel erreichen. Bei Nierenerkrankungen sollte eine höhere Kaliumzufuhr jedoch vorher ärztlich abgeklärt werden.
Zum Video auf YouTube: